Empfehlung zur Modulauswahl

Empfehlung zur Modulauswahl

Was ist bei der Auswahl der Module beachten? Welche Kriterien sind ausschlaggebend?

 

Leistung der Module 

Da die Module grundsätzlich in unterschiedliche Leistungsklassen eingeordnet sind, ist bei der Entscheidung für das individuell passende Modul zunächst die Nennleistung zu beachten. Die Nennleistung wird prinzipiell in Watt angegeben und ist dabei immer auf die Fläche eines einzelnen Moduls bezogen.

Bei gleichen Modulabmessungen gilt dementsprechend je höher die Nennleistung, desto mehr Leistung kann auf der verfügbaren Dach- oder Freifläche untergebracht werden. Denn leistungsstärkere Module liefen im Gegensatz zu schwächeren Modulen mehr Ertrag pro installierter Fläche.

 

Gewicht & Hinweis zur Statik

Neben der Nennleistung und den Maßen des Moduls ist vorrangig bei Dachanlagen auch das Gewicht ausschlaggebend. Denn eine Auf-Dach-Anlage stellt für das Gebäude, insbesondere für das Dach, immer eine zusätzliche Belastung dar. Zwar sind Gebäude prinzipiell statisch ausgelegt, jedoch muss in jedem Fall vor Montage durch einen qualifizierten Experten geprüft werden, ob das Dach die zusätzliche Belastung der Photovoltaikanlage auch trägt.

 

Zertifizierung

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Zertifizierung der Module. Dabei empfehlen wir immer, sich für ein Modul zu entscheiden, welches anerkannten Qualitäts- und Leistungsstandards entspricht.

 

Herkunft und Hersteller

Auch sind Herkunft und Hersteller der Module wichtige Kriterien bei der Modulauswahl. Während der Großteil der Anbieter kostengünstig in Übersee produziert, gibt es heute nur noch zwei Hersteller die auch tatsächlich in Deutschland fertigen. Zwar ist das Outsourcen der Fertigung nach Asien bereits in allen großen Branchen, wie z.B. Automobilindustrie oder Unterhaltungselektronik üblich, jedoch ist bei der Entscheidung für ein in Asien gefertigtes Modul immer wichtig zu wissen, wer Garantiegeber ist.

 

Garantie, Garantiegeber & Garantiebestimmungen

Somit kommen wir zur letzten und unseres Erachtens nach wichtigsten Frage bei der Entscheidungsfindung – nämlich, wer ist Garantiegeber? Wer sich eine Photovoltaikanlage anschafft, der möchte möglichst lange von seiner eigenen Solarstromproduktion profitieren, um Rendite zu erzielen oder nachhaltig den Eigenverbrauch zu optimieren. Dabei gibt es nichts, was einen mehr ärgert als defekte Module. Denn ein defektes Solarmodul kann im schlimmsten Fall zu erheblichen Leistungsverlusten der gesamten Anlage führen.

Tritt so ein defekt in den ersten Jahren auf, ist der installierende Meisterbetrieb oft der richtige Ansprechpartner und kann in den meisten Fällen ohne viel Aufwand das defekte Modul austauschen. Doch wer zahlt den Austausch oder vielwichtiger wer zahlt das neue Modul?

Da hilft nur der Blick ins Kleingedruckte und da wartet bei einigen Anbietern für den Endkunden und/oder für den Installateur eine böse Überraschung.

Extremer wird das konstruierte „worest case“ Szenario, wenn der Garantiegeber der Module außerhalb der Bundesrepublik sitzt und einen Austausch verweigert oder bereits aufgrund einer möglichen Insolvenz nicht mehr existiert. In diesem Fall bleiben dem zu Recht verärgerten Endkunden oft nur zwei Optionen, entweder er begibt sich in endlosen Rechtsstreitigkeiten, die im Ausland oft mit hohen Kosten verbunden sind, oder er lässt den Defekt direkt auf eigene Kosten beheben.

Daher empfehlen wir bei EEGSolar immer, vor Kaufabschluss die Garantiebestimmungen ausführlich zu lesen, die Bilanz des Garantiegebers zu sichten und sich zu informieren, ob der Garantiegeber auch über einen Firmensitz in der Bundesrepublik verfügt.